Momentan ist der Einsatz von Google Analytics mit einigen Fragezeichen versehen. Deswegen ein Artikel, der die kürzliche Entwicklung um Google Analytics und den Datenschutz zusammenfasst und bei Neuigkeiten entsprechend aktualisiert wird. Zur einfacheren Übersicht habe ich die älteren Artikel nach unten gestellt.

Das aktuelle Fazit: Aus Web Analyse Sicht würde ich Google Analytics erstmal nicht abschalten, wenn man es wirklich produktiv einsetzt. Das Datenloch wiegt meiner Ansicht nach schwerer als das Risiko. Google wird wohl über kurz oder lang eine Lösung des Problems vorstellen. Ob die IP-Adresse noch vor der Speicherung gekürzt wird, glaube ich nicht. Die Geolokalisierung wird dadurch sehr schwer. Ich kann mir eher vorstellen, dass die Geodaten erstmal gesichert werden und die IP dann anonymisiert wird. Außerdem muss so nicht jeder Webmaster seinen Code anpassen, sondern Google kann dies zentral vornehmen. Wer nicht auf Google warten möchte kann bei analytics-anonym selber die IP-Adresse vor Übermittlung an Gogle anonymisieren lassen.

Des Weiteren veröffentlich der Datenschutzbeauftragte von Rheinland Pfalz ein PDF-Dokument, das die problematischen Punkte in der Nutzung von Google Analytics zusammenfast.

Am 25.05.2010 veröffentlicht Google ein Browser-Plugin, um sich von der Zählung von Google Analytics per Opt-Out auszuschließen.

Am 08.01.2010 wird auf Google Watchblog ein Statement von Google zu Datenschutz und Google Analytics veröffentlicht.

Eine mögliche Lösung des Problems wird am 10.12. beim Fachblog econtrolling.de vorgestellt: Mittels eines Scripts wird die IP-Adresse vor Übermittlung an Google anonymisiert.

Am 10.12. schreibt der Fachblog smartmetrics allgemein zum Thema Datenschutz und Web Analyse. Fazit auch hier: Gelassen bleiben. Nicht das Tool an sich, sondern der Anwender dahinter verletzt den Datenschutz.

Am 08.12. startet bei Twitter eine Umfrage unter Web Experten, ob diese Google Analytics abschalten, weiterbetreiben oder auf ein anderes Tool umsteigen.  Die meisten wollen Google Analytics treu bleiben und erstmal nichts unternehmen.

Am 04.12 empfiehlt die IT-Recht Kanzlei Google Analytics vorerst abzuschalten. Zu den möglichen bis zu 50.000 € Strafe schreibt IT-Recht “Theoretisch ja – allerdings haben die ersten Aufsichtsbehörden angekündigt, Shopbetreiber vor der Verhängung von Bußgeldern erst anzuschreiben und die Abschaltung von Google Analytics und ähnlichen Tools zu fordern.”

Am 27.11. analysieren die Experten von lunapark den neuen Google Analytics Code des Mobile Tracking Scripts und finden eine Funktion, die den letzten Block der IP Adresse anonymisieren.

Am 26.11. veröffentlicht Web Analyse News einen Artikel zum Thema, der viele Kommentare aus der Web Analyse Szene erhält.

Am 26./27. 11. beschließen die obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich (“Düsseldorfer Kreis”) in Stralsund, “dass bei Erstellung von Nutzungsprofilen durch Web-Seitenbetreiber die Bestimmungen des Telemediengesetzes (TMG) zu beachten sind.” Lt. Heise “dürften Nutzungsprofile dürften aber nur bei Verwendung von Pseudonymen erstellt werden. Die IP-Adresse sei jedoch kein Pseudonym im Sinne des Telemediengesetzes.” Hier die Erklärung des Düsseldorfer Kreises im Original.

Am 24.11. erscheint auf zeit.de ein zweiteiliger Artikel zum Thema Google Analytics und Datenschutz.

Am 20.11. berichtet heise über den Bundesdatenschutzbeauftragten, der die Nutzung von Google Analytics bei einigen Krankenkassen anmahnt.

Bevor die aktuelle Diskussion losgegangen ist, hat Marco Hassler am 14.11. einen Artikel zur Schaffung einer Opt-Out Möglichkeit von Google Analytics für die Websitebesucher veröffentlicht.

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